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Was ist "Bingdiao"?

Redaktion waswiewo

In der nördlichsten Provinz Chinas, in Heilongjiang, wird die Kunst des Eisschnitzens, denn nichts anderes ist "Bingdiao", mit einem großen Festival gefeiert.
"Bingdiao" bedeutet auf chinesisch "Eislaternen". Diesen merkwürdigen Namen bekam die Eisbildhauerei durch seine Geschichte: Vor langer Zeit höhlten Fischer in dieser Region Eisblöcke aus, und benutzten diese als Laternenschirme, damit die Kerzen nicht vom Wind ausgeblasen werden konnten. Diese einfachen Laternen waren die Vorgänger der heutigen Kunst des "Ice Carvings".
Die erste moderne "Eis-Laternen-Show" wurde im Jahre 1963 in Harbin, der Hauptstadt von Heilongjiang, veranstaltet. Heute werden die teilweise aus 200 riesigen Eisblöcken bestehenden Eisskulpturen nicht mehr von echten Kerzen ausgeleuchtet, sondern von Hunderten von Lampen bestrahlt. Die größten der Ausstellungsstücke erinnern an große chinesische Paläste aus vergangenen Tagen, und die kunstvollen Eislandschaften mit den Eistieren darin regen die Besucher zu langen Spaziergängen an.
Das Eis für das "Bingdiao" bekommen die Künstler aus dem nahen Fluss. Dort werden die Eisstücke von Arbeitern herausgesägt, und da das Eis bei minus 20 bis minus 30 Grad ein nachwachsender Rohstoff ist, können sie an den großen Blöcken verschwenderisch herumsägen, -hacken und -"kleben", bis ihnen die Skulptur, das Gebäude oder die Landschaft gefällt.

   
   
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