Was sind die "Sieben Weltwunder"?
Redaktion waswiewo
Die Zahl "7" hatte schon immer eine ganz besondere Bedeutung: Die Griechen und Römer verehrten sieben weise Männer, Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut und die Welt , laut christlicher Tradition, in sieben Tagen erschaffen. Ein weiteres Beispiel für die Bedeutsamkeit der Zahl 7 sind die sieben Weltwunder. Man geht heute davon aus, dass die alten Griechen sieben eindrucksvolle Bauwerke und Plastiken der Welt auswählten, deren vollendete Erscheinung für die Menschen der Antike unbegreiflich war. Die früheste Erwähnung der sieben Weltwunder wurde in den Epigrammen des Antipatros von Sidon (2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung) gefunden. Die damalige Liste unterschied sich aber noch in einem Punkt von der heute üblichen Liste der Sieben Weltwunder. Damals zählten die Pyramiden von Gizeh, die Festungsmauern von Babylon, der Hängende Garten der Seramis in Babylon, die Zeusstatue des Phidias in Olympia, der Artemis-Tempel zu Ephesos, das Marmor-Mausoleum zu Halikarnassos und der Helios-Koloss zu Rhodos zu den Weltwundern. Im 6. Jahrhundert wurden die Festungsmauern von Babylon dann durch den Leuchtturm von Rhodos ersetzt. Heute existiert nur noch ein Weltwunder: die Pyramiden von Gizeh. Alle anderen sind im Laufe der Geschichte zerstört worden oder zerfallen. Da viele Standorte der Sieben Weltwunder in den Quellen der Dichter und Schreiber nicht richtig erwähnt worden sind, blieb es lange ein Rätsel, ob die Wunder jemals existiert und wo sie gestanden haben. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden bedeutende Hinweise zu den einzelnen Bauwerken und deren Standorten gefunden. Man konnte für fast alle der Weltwunder eindeutige und fundierte Quellen ausfindig machen oder sogar 〈berreste finden, die die frühere Existenz der einzelnen Wunderwerke beweisen. Nur die Gärten der Seramis von Babylon liegen noch gänzlich im Nebel der Mythologie. Zwar wurde bisher ein assyrisches Steinrelief gefunden, das einen solchen Garten zeigt, aber eine Prinzessin Seramis oder andere "handfestere" Beweise konnten die Archäologen bisher nicht ausmachen.
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