Was ist das "Sissi-Syndrom"?
Redaktion waswiewo
Mit dem Sissi-Syndrom wird eine Art Depression bezeichnet, bei dem sich der oder die Betroffene hinter exzessivem Sport, einer strengen Diät oder einem übermäßig vollen Terminkalender versteckt. Sorgen, Probleme, Ängste und Selbstzweifel werden hinter einer Mauer von Aktivität und Energie verborgen, man gönnt Geist und Körper keine Auszeit, um nicht auf "schlechte Gedanken" zu kommen. Die Bezeichnung "Sissi-Syndrom" rührt daher, dass sich auch die berühmte österreichische Kaiserin mit sehr viel Sport, extremen Diäten und ständigen Reisen gegen ihre ängstlich depressive Grundstimmung zur Wehr setzte und sich damit bis zur Erschöpfung abzulenken versuchte. 〈berdurchschnittliche Leistung und strenge Selbstdisziplin helfen zwar, die Umgebung für einige Zeit zu täuschen, allerdings wird der Körper einfach völlig überfordert. Schlafstörungen, Herzrasen, Magenschmerzen und eine starke Gewichtsabnahme sind häufig die ungesunden Folgen. Zur Verminderung der Depression gibt es heute Medikamente, ganz wichtig ist aber auch eine Gesprächstherapie, bei der die Ursachen der Erkrankung herausgefunden werden.
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