Was versteht man unter künstlich hergestellten Antiquitäten?
Redaktion waswiewo
Das Interesse an schönen alten Gebrauchsgegenständen hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Längst übersteigt die Nachfrage nach Antiquitäten das Angebot. Findige Händler sind deshalb seit langem darauf verfallen, alte Möbel auseinanderzubauen und neu und dem Zeitgeschmack entsprechend – zum Teil mit neuen Elementen - wieder zusammenzusetzen. Fachleute nennen solche künstlich hergestellten Antiquitäten Mariagen. Diese Möbelstücke können durchaus dekorativ und funktionell sein, echte Antiquitäten und damit sammelwürdig sind sie nicht. Ein Händler ist verpflichtet, den Käufer auf das wirkliche Alter solcher Stücke hinzuweisen, sonst handelt er arglistig. Auch bei der Preisgestaltung muss die 〈berarbeitung ganz klar zum Ausdruck kommen. Besonders häufig sind Mariagen übrigens bei den beliebten englischen Möbeln, bei denen die Zahl der Mariagen die Zahl der Originale weit übersteigt.
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