Was sind die Aufgaben des Bundespräsidenten?
Redaktion waswiewo
Die Aufgaben und auch die Befugnisse des Bundespräsidenten sind im Laufe der Geschichte geringer geworden. Nachdem Reichspräsident Hindenburg die Macht, die er als Staatsoberhaupt besaß, negativ nutzte, war man sich bei der Erschaffung des Amtes des Bundespräsidenten einig, keinen alleinigen Machthaber schaffen zu wollen. Im Grundgesetz wurde deshalb eine neue Rolle des Bundespräsidenten festgelegt. Heute zählt zu den wichtigsten Aufgaben des Bundespräsidenten die Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland im In- und Ausland und das Erinnern an wichtige soziale, kulturelle und geschichtliche Probleme, die das Land mit sich führt. So ist der Bundespräsident verpflichtet, ausländische Gäste zu empfangen, bei kulturellen, staatlichen und gesellschaftlichen Anlässen Reden zu halten und durch den Besuch im Ausland die deutsche Regierung zu repräsentieren. Außerdem ist im Amt des Bundespräsidenten die völkerrechtliche Vertretung im Ausland und die Beglaubigung der deutschen diplomatischen Vertreter verankert. In seiner Beziehung zum Bundeskanzler ist der Bundespräsident für einen Vorschlag, dessen Ernennung, sowie dessen Entlassung zuständig. Außerdem ernennt er die Bundesminister, die Bundesrichter, die Bundesbeamten und die Offiziere und Unteroffiziere. Folglich ist er auch für die eventuelle Entlassung dieser Amtsinhaber zuständig. Die letzteren Funktionen werden von der Bevölkerung aber eher weniger wahrgenommen. Für die Bundesbürger ist ein guter Bundespräsident ein würdevoller und weiser Repräsentant der Bundesregierung. Durch den Status der fast völligen politischen Neutralität (jeder Amtsinhaber muss sich von der Geschäften der eigenen Partei lossagen) steht er über den Geschäften der Tagespolitik. Umso wichtiger ist es, dass das Amt des Präsidenten der Bundesrepublik durch eine eindrucksvolle Persönlichkeit ausgefüllt wird.
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