Wie entstanden die blauen Löcher bei den Bahamas?
Redaktion waswiewo
Normalerweise ist das karibische Meer so türkisblau, wie es eigentlich nur ein Touristikmanager ersinnen könnte. Auch im Bereich der Bahamas ist das Meer an vielen Stellen so seicht, dass der sandige Meeresboden noch gut zu erkennen ist. Dazwischen aber sind tief azurblaue Flecken zu erkennen, die von den Einheimischen blaue Löcher genannt werden. Bei diesen Vertiefungen im Meeresboden, die teilweise Hunderte von Metern tief sein können, handelt es sich um Höhlen am Grund des Ozeans. Diese entstanden vor ungefähr 18 000 Jahren, als die heutigen Bahamas als Berge in einer weiten tropischen Ebene lagen. Durch Erosion bildeten sich unterirdische Höhlen im Kalkstein, die teilweise so groß wurden, dass die Decken einbrachen und gigantische Einsturztrichter entstanden. Als die kontinentale Eisdecke, die große Teile unseres Planeten bedeckte, abschmolz, stieg der Meeresspiegel und die Ebene wurde zum Meer, die Berge zu Inseln. In den verzweigten Gängen der Höhlen unter dem Meeresspiegel bilden sich häufig gefährliche Strudel, die die Phantasie der Menschen bis heute anregen.
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