Wie ist das Bildungssystem in Deutschland aufgebaut?
Redaktion waswiewo
Das deutsche Bildungswesen ist geprägt vom Föderalismus. In der Bundesrepublik Deutschland sind fast alle Schulen – also die allgemeinbildenden, die beruflichen und auch die Hochschulen – staatliche Einrichtungen. Die Bundesländer haben jeweils eigene Gesetzgebungen. Deren Kulturhoheit ist im Grundgesetz (Art. 30 und 70) festgeschrieben. Durch das Hochschulrahmengesetz wurden dem Bund jedoch bildungspolitische Kompetenzen im Hochschulbereich zuerkannt. Um zu große Unterschiede zwischen den Bundesländern zu vermeiden, sorgt die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder mit ihren Beschlüssen für eine gewisse Vereinheitlichung des Schulwesens. Der Schulbesuch ist in allen Ländern gebührenfrei. Im dualen System ist der Staat als Träger der Berufsschulen (Länder) unmittelbar in der Berufsausbildung engagiert und nimmt durch Setzung der Rahmenbedingungen für die Berufsausbildung in den Betrieben (Bund) mittelbaren Einfluss. Im dualen System arbeiten Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften zusammen. Beide Seiten nehmen Einfluss auf die Formulierung von Ausbildungsinhalten, denn sie sind in den Ausschüssen auf Bundes- und Länderebene vertreten
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