Warum ist Birkenrinde weiß?
Redaktion waswiewo
Birken brauchen viel Licht, was man daran erkennen kann, dass sie nur am Wald- und Wegesrand zu finden sind. Während sie an ihren bevorzugten Standorten schnell wachsen und gut gedeihen, können sie in dunklen und schattigen Wäldern nicht überleben. Die Birke hat dafür eine besondere Eigenart entwickelt: Ihre Rinde, über die sie in der prallen Sonne sehr viel Wasser verlieren würde, ist im Gegensatz zu den meisten anderen Bäumen mit braunen oder schwarzen Rinden weiß. Diese Rinde ist mit unzähligen, mikroskopisch kleinen Luftbläschen durchsetzt, und diese Bläschen sind für das Weiß des Birkenstamms verantwortlich, da sie das Licht der Sonne wie weiße Kleidung reflektieren und so nicht in den Stamm aufnehmen. Diese besondere Zusammensetzung der Rinde schützt sie jedoch nicht nur gegen die Hitze der Sonne sondern auch vor Ungeziefern und Kälte. Deshalb sind die Birken die winterhärtesten Laubgehölze und die einzigen auf Grönland und Island heimischen Bäume. Die Birkenrinde ist so hart und faserig, dass sie auch schon seit frühester Zeit zum Bau von Kanus benutzt wurde. Außerdem enthält sie Heilmittel gegen Hautkrankheiten, Rheuma und Haarausfall.
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