Was ist eine Blutgruppen-Diät?
Redaktion waswiewo
Schon mal was vom Placebo-Effekt gehört? Ihr neues Wohlbefinden lässt sich jedenfalls kaum auf die Blutgruppen-Diät zurückführen. Zugegeben, die Formel aus Amerika hört sich genial an, ist allerdings ziemlich absurd: Nach der Theorie sollen sich bestimmte Stoffe in der Nahrung, so genannte Lektine, an Blutzellen anlagern. Folge: Der rote Saft wird klumpig wie saure Milch. Welche Nahrungsmittel dies bewirken, soll von der Blutgruppe abhängig sein. Wenn man also den Speiseplan auf den Bluttyp abstimmt, würde sich der Stoffwechsel und damit das Körpergewicht regulieren. Der wissenschaftliche Hintergrund ist ziemlich mager. Fakt ist: Lektine gibt’s wirklich, doch die besagten Stoffe sind für den Menschen meist völlig harmlos. "Unverträgliche Ausnahmen sind das Phasin in ungekochten Bohnen und das Solanin in rohen Kartoffeln", so die Diät-Expertin. Spätestens beim Erhitzen werden aber auch die unbekömmlichen Lektine zerstört. Außerdem zählen diese Eiweißbausteine zu den sekundären Pflanzenstoffen: "Deshalb können Lektine überhaupt nicht in tierischen Produkten vorkommen", betont die Ernährungswissenschaftlerin. Eine Blutveränderung durch Fleisch-, Eier- oder Milchlektine, wie die Blutgruppen-Diät behauptet, ist deswegen auch gar nicht möglich.
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