Wie lebt ein Chamäleon?
Redaktion waswiewo
Das Chamäleon wechselt nicht, wie häufig angenommen, seine Farbe, um sich seiner Umgebung anzupassen und sich dadurch zu tarnen, sondern meist aufgrund äußerer Umstände wie Hitze, Kälte und Tageszeiten. Aber auch Hunger und Angst können eine Umfärbung verursachen. Trägt ein Chamäleon eine sehr aggressive Farbe, deutet dies auf Stress hin. Andere werden ganz schwarz vor Ärger. Ein Männchen in leuchtenden Farben ist gerade auf Partnersuche und will mit seiner auffälligen Färbung meist ein Weibchen becircen. Trotzdem ist das Farbenwechseln natürlich auch eine perfekte Tarnung, genau wie die langsame ruckartige Gangart, die das Chamäleon wie ein Blatt im Wind aussehen lässt. Ein weiterer Vorteil des Chamäleons sind seine Augen, die sich getrennt voneinander bewegen können und die durch Vergrößerungstechnik und mit Scharfeinstellung sehr genaue Zielfernrohre werden können. Gejagt wird bei den bunten Echsen übrigens mit der Zunge, die sie bis auf Körperlänge herausschleudern können. Mit dem klebrigen Zungenende wird die Beute, meist Insekten, gefangen und das blitzschnelle Einziehen der Zunge befördert die chancenlosen Opfer direkt in den Mund des Verkleidungskünstlers.
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