Wann werden Eisberge von Menschen bewegt?
Redaktion waswiewo
Nicht erst seit die Titanic wegen eines Zusammenstoßes mit einem Eisberg unterging, sind die geheimnisvollen Riesen der Meere gefürchtet. Im Sommer erwärmt sich auch das Meer im Polargebiet, und Eisberge treiben von Grönland aus nach Süden in die Gewässer, in denen die Titanic unterging. Besonders die Bohrinseln im Nordatlantik sind dann gefährdet – eine Kollision mit einem Eisberg, der Millionen Tonnen schwer sein kann, würden sie nicht überstehen. Deshalb gibt es hier ein Eisbergwarnsystem; mit Flugzeugen wird die Route der kalten Riesenbrocken, die bis zu zwei Knoten schnell werden können, genau verfolgt. Nimmt einer der Eisgiganten Kurs auf eine Bohrinsel, wird er in etwa 30 Seemeilen Entfernung abgeschleppt. Speziell ausgerüstete Schiffe mit einer Leistung von 12 000 PS fangen den Eisberg sozusagen mit einem speziellen Lasso - einem aufwendigen Seil - ein und ziehen ihn aus der Gefahrenzone. In einem durchschnittlichen Sommer erledigen die Spezialschiffe etwa 20 Eisberge.
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