Was versteht man unter dem Klimaphäomen El Nino?
Redaktion waswiewo
Das Christkind, El Nino, nennen die Fischer vor der südamerikanischen Pazifikküste eines der gefürchtetsten Klimaphänomene unserer Zeit. Alle paar Jahre um die Weihnachtszeit nämlich beobachtet man vor der südamerikanischen Pazifikküste etwa auf der Höhe des Andenstaates Peru eine merkwürdige Erscheinung. Wo normalerweise eine mächtige kalte Strömung vom eisigen antarktischen Süden nördlich in Richtung Äquator fließt, erwärmt sich das Meer aus ungeklärten Gründen so stark, dass sich entlang des Kontinents mächtige Schauerwolken bilden. Dann kommt es an dieser Küste, die normalerweise von Wüsten geprägt ist, zu sintflutartigen Regenfällen. Die Nahrungskette aller Meeresbewohner wird gestört, die Fangmengen der Fischer gehen zurück. Und dieses Wetterphänomen ist so stark, dass es das Klima sogar im globalen Maßstab beeinflusst. So beobachtet man in den El Nino-Jahren regelmäßig Trockenheit im weit entfernten Australien. Auch bei der Hochwasserkatastrophe in der somalischen Wüste von 1997 vermutete man einen Zusammenhang mit dem zerstörerischen "Christkind".
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