Wie bringt das Fernsehen die Bilder zum Laufen?
Redaktion waswiewo
Bei der Kinotechnik wird Bild für Bild des Films in schneller Folge (24 Bilder pro Sekunde) an der Projektionslampe vorbei geführt. Beim Fernseher wird jedes Einzelbild zweimal in 625 Streifen "zerschnitten"; die zwei Teilbilder sind nur um einen Streifen zueinander versetzt. Die Teilbilder werden dann nacheinander in nur 0,02 Sekunden auf die Mattscheibe Ihres Fernsehers "geschrieben"; dem relativ trägen menschlichen Auge erscheinen sie so wie ein Bild. Allerdings erfolgt der Schreibvorgang nicht schnell genug, um das Bild bei einem herkömmlichen 50-Hertz-TV, der 50 Teilbilder in der Sekunde auf dem Bildschirm darstellt, völlig ruhig zu stellen. Abhilfe bringt die 100-Hertz-Technik. Sie erzeugt in einer Sekunde doppelt so viele Bilder und schont somit die Augen. Bei weniger hochwertigen 100-Hertz-Fernsehern können dabei aber schnelle Bewegungsabläufe (wie das Fliegen eines Balles) ein Ruckeln zeigen oder einen Schweif hinter sich herziehen. Ausgereifte 100-Hertz-Geräte umgehen diese Unschärfe, indem sie die Bewegung vorausberechnen und Zwischenbilder erzeugen.
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