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Was sind eigentlich "Frühlingsgefühle"?

Redaktion waswiewo

Man spricht davon, dass Paare "den zweiten Frühling erleben". Warum spricht man nicht vom "zweiten Hochsommer"?
Der Frühling ist tatsächlich die Zeit, in der Paare am glücklichsten sind. Dieser Glücksrausch wird aber nicht nur von Verliebten erlebt. Die steigende Anzahl der Licht- bzw. Sonnenstunden veranlasst das Gehirn aller Menschen dazu, körpereigene Morphine zu bilden (z.B. das Endorphin). Diese wirken ähnlich wie Drogen und lösen im Körper ein Glücksgefühl aus. Mit der Bildung des Endorphins steigert sich die Laune und die Menschen lachen häufiger. Das wiederum erhöht die Ausschüttung des Glückhormons und der Strudel hin zum Glücklichsein nimmt seinen Lauf. Die "Glücksdroge" durchflutet den Körper und regt dabei die Ausschüttung der Sexualhormone Testosteron und Östrogen an. Diese Botenstoffe steuern beim Menschen, ähnlich wie bei den Tieren, die Bereitschaft zur Paarung.
Ein weiterer Grund, warum die Partnersuche (von der Evolution her gesehen: die Paarungsbereitschaft) in der Zeit der ersten Sonnenstrahlen ansteigt, ist die verringerte Melatoninbildung. Melatonin wird in der Zirbeldrüse gebildet und ist der Stoff, der für die Hautpigmentierung zuständig ist. Ein amerikanischer Wissenschaftler fand heraus, dass dieses Hormon ausschließlich bei Dunkelheit gebildet wird. Bei einem hohen Melatoningehalt im Blut (wie es im Winter der Fall ist) sinkt die Lust auf Sex. Die logische Folgerung lautet: "Licht macht Lust". Die Gefühlswallungen im Frühjahr lassen sich also, frei nach den führenden Evolutionsbiologen, mit dem hormonellen Jahreszyklus begründen.
Man kann die Frühlingsgefühle aber auch weniger analytisch betrachten und sie stattdessen einfach schwelgend genießen!

   
   
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