Wie findet ein Gecko Halt?
Redaktion waswiewo
Fast ein Jahrhundert haben Biologen über dem Phänomen gebrütet. Geckos laufen über Wände und hängen kopfüber an Zimmerdecken und fallen nicht herunter. Jetzt ist der Grund wissenschaftlich erforscht. Der Halt wird von insgesamt über einer halben Million feiner Härchen ausgelöst, die Geckos an ihren Füßen haben. Um eine möglichst große Oberfläche zu erreichen, sind die Zehen verbreitert und an diesen sitzen die Hafthaare, die das Unmögliche möglich machen. Genial daran: Die Haare verzweigen sich an den Enden in bis zu tausend mikroskopisch kleine Polster, die sich beim Laufen dem Untergrund auf Atomabstand nähern. Durch Van-der-Waals-Kräfte, besondere Anziehungskräfte, verbinden sich die Atome aus Fuß und Wand kurzfristig miteinander. Beim Weitergehen löst sich die Verbindung, indem die Härchen mehr oder weniger abzogen werden — ähnlich wie ein Tesafilm vom Untergrund.
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