Was ist eine Gottesanbeterin?
Redaktion waswiewo
Die Gottesanbeterin ist ein Insekt und gehört zur Ordnung der Fangheuschrecken. Sie ist zwischen 4 und 7,6 cm lang und grün oder goldbraun. Ihren Namen verdankt sie ihren Vorderbeinen, die als taschenmesserartig einklappbare Fangarme fungieren und zum Gebet erhobenen Armen ähneln. In Deutschland ist die vom Aussterben bedrohte Schrecke nur noch im Saarland und im Kaiserstuhl zu finden. Die Gottesanbeterin hat zwar voll ausgebildete Flügel, legt damit aber nur sehr kurze Flugstrecken zurück. Sie ist ein tagaktiver Jäger und im Herbst an sonnigen Hängen zu finden. Geschlechtsreif wird die Gottesanbeterin bereits zwei Wochen nach der letzten Häutung. Bei der Paarung kommt es vor, dass das Weibchen nach dem Akt den Kopf des Männchens frisst. Neben ehemaligen Liebhabern ernährt sie sich auch noch von Fliegen, Wespen und Heuschrecken. Ihre Eier werden zu Hunderten in einer Art Papierkapsel abgelegt, bei der die Unterseite flach und die Oberseite schildförmig gewölbt ist. Die Larven schlüpfen im Frühjahr, nachdem sie sich bereits einmal innerhalb der Kapsel gehäutet haben.
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