Wie wurde die Havanna zur begehrtesten Zigarre der Welt?
Redaktion waswiewo
1912 eröffnete ein russischer Emigrant namens Henri Davidoff in Genf ein kleines Tabakgeschäft. Seine Spezialitäten waren Zigarren aus Kuba, deren Tabak er selbst anbaute. Seine erste Zigarre nannte Davidoff sinnigerweise Nummer 1 - bis heute die begehrteste Zigarre der Welt. Davidoffs Rauchwerke wurden schnell beliebte Statussymbole in der ganzen Welt. Gekrönte Häupter, Politiker und Mitglieder der Unterwelt rauchten sie genauso wie der gehobene Mittelstand Europas. Doch nachdem Fidel Castro 1959 die macht übernahm und Kuba in einen kommunistischen Staat wandelte, wurde der Tabakanbau und Export erschwert. Zumal Hauptabnehmer wie die USA kubanische Zigarren, auch die von Davidoff, mit einem bis heute gültigen Importembargo belegten. Unter Androhung von schweren Strafen wurden Tabakpflanzen aus Kuba herausgeschmuggelt und in anderen Ländern angebaut, die eine ähnliche Bodenstruktur und Klima wie Kuba bieten. Passionierte Zigarrenraucher jedoch behaupten den Unterschied sofort zu schmecken.
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