Wie hilft man einem Igel über den Winter?
Redaktion waswiewo
Fast jedem ist im Winter schon mal eine stachelige Kugel über den Weg gelaufen, die vergessen hatte, sich zur kalten Jahreszeit in Winterschlaf zu begeben. Igel, die man nach Wintereinbruch findet, sind meistens krank oder zu spät geboren und besitzen deshalb nicht das für den Winter lebenswichtige Fettpolster als Energiespeicher. Vergewissern sich dessen jedoch genau, denn gesunde Igel gehören nicht in Menschenhände, da sie sich selbst besser helfen können. Damit der Igel den Winter in menschlicher Umgebung übersteht, holt man sich am besten Hilfe und Ratschläge vom Tierarzt, dem Tierschutzverein oder einer Igelstation. Zuallererst muss man einen kleinen Fundbericht mit Fundort, -datum, -größe und -gewicht anfertigen. Da viele der kleinen Gesellen von Parasiten gequält werden, sollten Sie den Igel auf Fliegeneier, -maden, Flöhe, Zecken und auch Verletzungen untersuchen. Bringen Sie eine Kotprobe zum Tierarzt, um ihn auf Würmer zu überprüfen. Um einen unterkühlten Igel wieder warm zu bekommen, legen Sie ihn auf eine mit Handtüchern umwickelte Wärmflasche. Weiterhin sollten Sie den Igel in einem 18-20 C° warmen Raum aufbewahren. Seine Herberge sollte mindestens zwei Quadratmeter groß sein und ca. 50 cm hohe, ausbruchsichere Seitenwände haben. Daneben braucht der Igel noch ein kleines dunkles Schlafzimmer mit viel zerknülltem Zeitungspapier zum Herumwühlen. Außerdem sollte auch der Boden mit Zeitungspapier ausgelegt werden, das allerdings jeden Tag gewechselt werden muss. Die Ernährung ist recht unkompliziert. Igel freuen sich sehr über Katzen- oder Hundefutter, Igeltrockenfutter oder Futterhaferflocken. Auf gar keinen Fall dürfen die kleinen Stacheltiere Milch bekommen, da sie die nicht gewohnt sind und daher leicht Durchfall bekommen können. Lieber Wasser in kleinen standfesten Gefäßen in das Igelgehege geben. Sobald die Temperaturen wieder angenehmer werden und der Igel völlig fit ist, können Sie Ihren kleinen Mitbewohner in die Freiheit entlassen.
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