Was ist ein Känguru?
Redaktion waswiewo
Kängurus sind Beuteltiere und haben ihren natürlichen Lebensraum in Australien, Tasmanien, Neuguinea, den Aru- und Kei-Inseln und in Teilen des Bismarckarchipels. Sie werden bereits nach einer Tragezeit von nur 30-40 Tagen geboren. Zu diesem Zeitpunkt sind die Tiere allerdings erst daumengroß und noch nicht alleine lebensfähig. Daher klettern sie direkt nach der Geburt in den Beutel der Mutter, um dort die nächsten acht Monate bis zum Ende der Entwicklung zu verbringen. Hin und wieder wagen sie kürzere Ausflüge, kehren aber meistens schnell wieder in den Beutel zurück, um sich auszuruhen, zu trinken und sich zu wärmen. Kängurus haben einen verhältnismäßig kleinen Kopf und stark ausgeprägte Hinterbeine, die unter anderem zur Verteidigung dienen und auf denen sie sich hüpfend über den fünften Kontinent bewegen. Die kleineren Vorderbeine helfen bei der Nahrungsaufnahme. Ihren Schwanz benutzen sie zum abstützen und balancieren. Bis auf das Moschusrattenkänguru, das sich von Insekten ernährt, sind Kängurus ausschließlich Vegetarier. Sie fressen Gras und Pflanzenschößlinge und bewohnen Busch- und Grasebenen, sowie lichte Wälder. Mit der Besiedelung Australiens durch die Europäer, die Rodung des Farmlandes und die Einführung fremder Tierarten wurden viele kleinere Känguruarten ausgelöscht. Außerdem töten australische Viehzüchter die Beuteltiere, da sie nach ihrer Meinung Futter für Schafe und Rinder wegnehmen. Daneben sind die Australier das wohl einzige Volk, das sein Wahrzeichen isst: in vielen Restaurants kann man tatsächlich Kängurufleisch bestellen.
|