Warum ist das Klima im Wald so anders?
Redaktion waswiewo
Zu allen Jahreszeiten hat ein Waldspaziergang für uns einen besonderen Reiz. Ganz unbewusst nutzen wir die vielen wohltuenden, entspannenden und regenerierenden Wirkungen dieses wichtigen Stücks Natur. Meist verändert der Wald die Wettererscheinungen des Freilandes zu unserem Vorteil. Und das kommt daher: An sonnig-heißen Tagen (Mai bis September) ist man bis zu 90% weniger der prallen Sonne unter dichtem Fichten- oder Buchenwald ausgesetzt. Der grüne Halbschatten wirkt optimal auf das Wohlbefinden. Besonders von Mai bis September ist es an sonnig-heißen Tagen im Wald teils über 5 Grad kühler als auf offener Fläche. Im Frühling und Herbst verzögert sich die abendliche Abkühlung, es bleibt nachts milder und wird über Mittag nicht so warm. Im Winter werden Wind und Sturm im gehölz stark abgebremst. Man empfindet es auf diese Weise weniger kalt. Tagsüber bietet die Waldluft besonders während der belaubten Jahreszeit mehr Sauerstoff. Der Wald bietet außerdem reinere Luft, Stäube und Schadstoffe werden in den Kronen gefiltert Freigesetzte "Duftstoffe", wie Harze und ätherische Öle wirken tagsüber stimulierend. So ist Waldklima zugleich Heilklima für Atemwege, Allergien oder Neurodermitis. Besonders wertvoll sind Wälder im Hochgebirge. Dort schützen sie besonders an steileren Hängen vor Lawinenabgängen, halten Schneereserven bis ins späte Frühjahr, verhindern Abrutschen oder Wegspülen von Grad- und Krautflächen und bieten obendrein Nahrung, Unterschlupf und Brutplätze für die Tierwelt.
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