Wie sicher ist die Knaus-Ogino Methode zur Verhütung?
Redaktion waswiewo
Als nicht sehr sicher gilt die Knaus-Ogino-Methode schon lange. Eine Studie, die in Durham, USA durchgeführt wurde, sorgt nun sogar bei den überzeugtesten Anhängerinnen dieser Verhütungsmethode für Unsicherheiten. In dieser Studie zeigt Allen Wilcox, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des "National Institute of Environmental Health Sciences" auf, dass die fruchtbaren Tage einer Frau nicht einfach in ein vorgeschriebenes Muster einzuteilen sind. Laut Knaus und Ogino, zwei Ärzten, die Anfang des 20. Jahrhunderts den weiblichen Zyklus erforschten, kann eine Frau nur zwischen dem 12. und 16. Tag ihrer Periode schwanger werden. Wie Wilcox mit seiner Studie nachweisen konnte, fällt der Eisprung aber nur bei 30% der Frauen in diese so genannte "Risikozeit". 2% der 213 Studienteilnehmerinnen waren schon am 4. Tag nach der Regel wieder fruchtbar und 17% der Frauen nach 7 Tagen. Andere hatten ihren Eisprung erst am Ende ihres Zykluses und waren somit weit nach dem 16. Tag empfängnisbereit. So kam Wilcox mit seinen Forschungen zu dem Schluss, dass Frauen mindestens zwischen dem 6. und 21. Tag (mit einer Wahrscheinlichkeit von 10%) schwanger werden können. Wilcox´ Aussage nach ist der Eisprung und somit der gesamte Zyklus zu vielen äußerlichen und persönlichen Einflüssen unterworfen, als dass man ihn allgemein gültigen Formeln unterwerfen könnte. Auch die "umgekehrte Knaus-Ogino-Methode", die häufig bei ausbleibendem Kindersegen angewendet wird, ist laut dem amerikanischen Wissenschaftler hinfällig; man kann sich nicht darauf verlassen, an bestimmten Tagen unfruchtbar zu sein, also kann man die Wahrscheinlichkeit auf Nachwuchs durch Geschlechtsverkehr an den anderen Tagen auch nicht enorm steigern. Allgemein muss man sagen, dass die Knaus-Ogino-Verhütungsmethode sehr unsicher ist, da keine Frau einen "Uhrwerk-genauen" Zyklus hat. So werden (laut Pearl-Index) von 100 Anwenderinnen dieser Methode bis zu 35 schwanger.
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