Warum hinterlassen Fälscher auf den von ihnen kopierten Kunstwerken so häufig leicht erkennbare Spuren?
Redaktion waswiewo
Kunstexperten vermuten, dass zwischen 40 % und 60 % aller angebotenen Kunstwerke Fälschungen sind. Als bei einem groß angelegten Forschungsprojekt z.B. die Werke Rembrandts untersucht wurden, blieben am Ende von ursprünglich 720 Gemälden noch ganze 146 Gemälde als echte Werke des genialen Malers übrig. Viele Zuschreibungen von Kunsthistorikern des 19.Jahrhunderts konnten nach der Entwicklung naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden für Kunstwerke im 20.Jahrhundert nicht mehr standhalten. Moderne Fälscher fügen ihren hervorragend gearbeiteten Kopien oft neue Details hinzu, um sich selbst zu verewigen. Das kann geradezu haarsträubend sein: so versah ein englischer Kopist ein "Rembrandt"-Gemälde mit einem Guinness-Bierglas. Kunstkenner erklären diese verhängnisvolle Manie psychologisch: viele Kunstfälscher sehen sich selbst als Künstler, wollen unbewusst Anerkennung ihrer Fähigkeiten.
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