Was ist eine MPU/Mepsy?
Redaktion waswiewo
Um nach einem Führerscheinentzug zu prüfen, ob die Person in der Lage ist, am Straßenverkehr teilzunehmen, ohne dass sie die anderen Teilnehmer gefährdet, kann die Fahrerlaubnisbehörde von dem Bewerber die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens (MPU- bzw. Mepsy-Gutachten) verlangen. Die Behörde hat ein solches Gutachten z.B. anzufordern, wenn wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss begangen wurden, oder wenn ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr geführt wurde. Es gibt aber noch etliche andere Fälle, in denen ein MPU/Mepsy Pflicht ist, z.B. wenn gelegentliche Einnahme von Cannabis vorliegt und weitere Tatsachen Zweifel an der Fahreignung begründen. Die Behörde legt im Einzelfall die konkrete Fragestellung fest, die durch das Gutachten geklärt werden soll. Dabei darf die Untersuchung nur nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen vorgenommen werden. Fakt ist, dass das MPU/Mepsy-Gutachten in der Praxis in bis zu 80 % der Fälle für den Betroffenen negativ ausfällt. In diesem Fall erfolgt z.B. eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach entzogener Fahrerlaubnis nicht. 〈brigens wurde die MPU im Dezember 2000 umbenannt, weil sie landläufig immer noch unter dem pejorativen Namen "Idiotentest" bekannt war. Seitdem nennt sich die MPU nach dem Vorschlag des Schülers und Gewinners des Namenswettbewerbs Johannes Eibl aus Windischeschenbach jetzt Mepsy (von medizinisch-psychologisch).
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