Was ist ein Meteorit?
Redaktion waswiewo
Der Begriff Meteorit wird häufig mit den Begriffen Meteor oder Meteoroid zusammen genannt. Diese drei Begriffen bezeichnen das gleiche Objekt, nur in verschiedenen Phasen. Meteoroiden sind Objekte, die innerhalb des Sonnensystems um die Sonne kreisen und kleiner als Asteroiden sind. Dringt ein solcher Meteoroid in die Erdatmosphäre ein, so wird er zu einem Meteor. Durch das Eintreten in die dichte Erdatmosphäre wird die Luft um den Meteor herum ionisiert und wir können den daraus entstehenden Leuchtschweif auf der Erde als Sternschnuppe sehen. Trifft der Meteor auf der Erdoberfläche auf, so wird er Meteorit genannt. Die Wissenschaftler sind sich nicht ganz einig, wie viele Meteoriten täglich auf uns herunterfallen. Die Angaben schwanken zwischen 40 bis zu mehreren Tausend Tonnen pro Tag. Allerdings sind fast alle dieser Meteoriten so klein, dass Sie unbemerkt auf die Erde regnen. Aber auch wenn sie größer sind, schlagen sie meist im Meer oder in unbewohnten Gegenden ein, so dass sie für Forschungszwecke verloren sind, da man sie nicht mehr finden kann. So wird zwar niemand verletzt, aber die für die Wissenschaft sind sie ein Verlust, da man wichtige Daten und Fakten (auch über die Entstehung der Erde) aus diesen Objekten ermitteln kann. Die Meteoriten lassen sich in 3 Gruppen einteilen. Einmal gibt es die Gesteinsmeteoriten, die den Hauptanteil des "Flugverkehrs" in unserem Sonnensystem ausmachen. Trotzdem werden die überwiegend aus Silikaten bestehenden Objekte nicht so häufig entdeckt, wie die viel seltener vorkommenden Eisenmeteoriten (zu 90% aus Eisen). Das lässt sich damit erklären, dass das Gestein der Meteoriten beim Aufprall mit dem Gestein der Erde verschmelzen kann und dann schwerer zu identifizieren ist. Die dritte, sehr kleine Gruppe der gefundenen Meteoriten sind Mischformen zwischen Stein- und Eisenmeteoriten. Der älteste Meteorit, der auf ein Alter von 4,5 Milliarden Jahre geschätzt wird, wurde in einer Kalksteinschicht in Schweden gefunden. Es handelte sich dabei um einen Chronditen (Steinmeteorit), der gleichzeitig mit der Erde entstanden sein muss. Der größte, auf der Erde gefundene Eisenmeteorit, hat eine Länge von etwa drei Metern und wiegt ca. 55 Tonnen. Er fiel 1920 in Namibia auf die Erde.
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