Welches war der größte Meteoriteneinschlag des 20.Jahrhunderts?
Redaktion waswiewo
Die meisten Meteoriten, die aus dem Weltall auf die Erde fallen, verglühen bereits in der Atmosphäre. Größere Meteoriteneinschläge, bei denen sogar Gesteinsbrocken erhalten bleiben, sind selten. Lediglich in der Antarktis werden immer wieder guterhaltene Exemplare, die bis zu mehreren Kilogramm wiegen können, entdeckt. Im Jahr 1908 erschütterte ein geheimnisvolles Naturphänomen die sibirische Taiga. Augenzeugen sichteten einen riesigen, rotglühenden Feuerball am Himmel, der auf die Erde zu raste. Gleichzeitig erschütterten heftige Druckwellen nicht nur die Region, sondern auch weit entfernte Weltregionen. Erst rund 20 Jahre später gelang es, den Ort der Katastrophe zu lokalisieren. Ein russischer Forscher fand im Bergland der so genannten Steinigen Tunguska im tiefsten Sibirien eine riesige kahle, fast runde Fläche. Obwohl keine eigentlicher Einschlagskrater zu erkennen ist, vermutet man einen Meteoriteneinschlag – ein Riesengeschoß aus dem Weltall könnte die Natur hier im tiefsten Sibirien zerstört haben.
|