Wie kommt der Nebel zustande?
Redaktion waswiewo
Sinkt die Sichtweite unter einen Kilometer, spricht man nicht mehr von Dunst, sondern "Nebel". Dann ist die Luft so mit Wasserdampf gesättigt, dass er kondensiert und in feinste, schwebende Wassertröpfchen verwandelt wird. Dafür gibt es drei Möglichkeiten. Ausstrahlung: Die Luft kühlt nachts über kälterer Boden- oder Wasseroberfläche bei klarer und windstiller Wetterlage stark aus. Das geschieht in den Monaten September bis Februar am häufigsten. Mit Sonnenaufgang oder Wind wird die Nebelschicht angehoben und oft aufgelöst. Vor allem in den Wintermonaten wandelt sich der Bodennebel aber in eine zähe Hochnebeldecke um. Sie verharrt meist 100 bis 300 Meter über Grund und lässt nur zaghafte Sonnenstrahlen hindurch. Mischung: Feuchtwarme/milde Luft trifft auf kältere Luft, zum Beispiel an der Nord- oder Ostsee, oder auch über kleineren Seen oder Flüssen. Im Herbst ist es kalte Festlandsluft auf dem warmem Meer, im Frühling milde Festlandsluft auf dem kalten Meer. Aufgleiten: Bei dieser Lage schieben sich Wolkenfronten mit anderer Lufttemperatur im Gefolge weitgehend horizontal über das Land. Im Trauf von kammnahen Nadelwäldern im Gebirge wird hieraus bis zu einem Drittel des Wassers für den Wurzelboden herausgefiltert. In Ländern mit trockenem Wüstenklima ist der Nebel oftmals die lebensentscheidende Wasserquelle für Pflanzen im Gebirge.
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