Wie kann ich meine Schüchternheit überwinden?
Redaktion waswiewo
Eine gewisse Zurückhaltung kann Sie vor gefährlichen oder unangenehmen Situationen schützen. Sollten Sie sich aber durch Ihre Angst vor anderen Menschen eingeengt fühlen, müssen Sie ihr begegnen. Klären Sie zuerst einmal für sich selbst, welche Situationen Ihnen Angst machen. Gehen Sie im Kopf die Momente ganz durch und überlegen Sie sich, was schlimmstenfalls passieren könnte. Sie werden sehen, dass die meisten Situationen, vor denen Sie Angst haben, nur halb so schlimm sind. Fangen Sie im "Kampf gegen die Schüchternheit" ganz klein an. Nehmen Sie sich zum Beispiel für die erste Woche nichts weiter vor, als pro Tag einer Person mindestens 3 Sekunden lächelnd in die Augen zu schauen. In der nächsten Woche überwinden Sie sich dann, die unfreundliche Kassiererin nach dem Kassenzettel zu fragen. Später sollten Sie langsam üben, ganz fremde Menschen anzusprechen. Fragen Sie zum Beispiel jemanden nach dem Weg oder erkundigen Sie sich in einem Café am Nachbartisch, ob Sie sich den Stuhl nehmen können. Wichtig ist bei diesem Trainingsprogramm, dass Sie sich selbst beobachten, und die Situationen, die Sie als besonders unangenehm empfinden immer wieder wiederholen; Nur so kann die Angst, die Sie davor haben, geringer werden. Nach jedem noch so kleinen (Teil-) Erfolg müssen Sie sich unbedingt belohnen. Gönnen Sie sich irgendetwas, das Ihnen Freude bereitet. So werden die unangenehmen Situationen bald mit einem schönen Erlebnis verbunden und verlieren so an negativer Kraft. Vielleicht können Sie die Momente, in denen Sie am schüchternsten sind, mit einer Vertrauensperson in einer Art Rollenspiel durchgehen. In der Realität können Sie dann auf "schon Erfahrenes" als Hilfe zurückgreifen. Wenn Sie mit Ihrem Trainingsprogramm nicht weiterkommen, besteht immer noch die Möglichkeit einen Psychologen aufzusuchen, der vielleicht weiterhelfen kann.
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