Was versteht man unter Spagyrik?
Redaktion waswiewo
Unter Spagyrik versteht man die Arzneimittelzubereitung auf einer mineralisch-chemischen Basis. Es wird angenommen, dass gewöhnliche Aufgüsse oder Auszüge die in den Pflanzen enthaltenen Wirkstoffe nur teilweise nutzen. Deshalb wird in einem aufwendigen Verfahren das ursprüngliche Heilmittel erst in seine Bestandteile aufgespalten, diese werden gereinigt und dann wieder miteinander verbunden. Daher auch das griechische Wort "spagyria", das sich aus den beiden Begriffen "trennen" und "verbinden" zusammensetzt. In der Spagyrik werden nur biologisch angebaute Pflanzen zur Aufbereitung verwendet, ebenso wie reines Quellwasser zur Lösung der Asche. Außerdem nutzen Spagyriker Planeteneinflüsse und Mondphasen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Zubereitung: Die Heilpflanzen werden gereinigt, zerkleinert und durch Zugabe von Spezialhefen zur Gärung gebracht. Der Gärbrei wird destilliert, die Rückstände getrocknet und verascht. Danach wird die Asche dem Destillat wieder hinzugefügt und nach Lösung der Mineralsalze gefiltert. Der Reifeprozess dauert etwa vier Wochen und kann bei Bedarf auch potenziert werden.
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