Wie funktioniert der Speicheltest zur Empfängnisverhütung?
Redaktion waswiewo
Viele Frauen wollen nicht mehr von der Antibabypille abhängig sein, weil sie Angst vor Nebenwirkungen haben. Deshalb entscheiden sich immer mehr Paare für eine natürliche Schwangerschaftsverhütung. Dabei stellt sich allerdings noch das Problem, dass der Sicherheitsfaktor der meisten natürlichen Verhütungsmethoden noch nicht an den der Pille herankommt. Wissenschaftler haben jetzt eine neue Methode entwickelt, deren Sicherheitsquote von vielen Ärzten mit 98 Prozent eingestuft wird: den Speicheltest. In der fruchtbaren Phase der Frau verändert sich der Hormonhaushalt, was sich auch im Speichel der Mundhöhle nachweisen läßt. Zur Bestimmung der fruchtbaren Tage ist ein Minimikroskop entwickelt worden, das in jede Handtasche passt. Dieses Gerät besteht aus einem durchsichtigen Plättchen mit einer kleinen Fläche von 1 mal 1 Zentimeter und aus einem etwa 10 Zentimeter hohen Kunststoffgehäuse, in dem sich eine Lupe und eine Lichtquelle mit Batterie befinden. Mit einem sauberen Finger wird nun ein Tropfen vom Speichel auf das Plättchen aufgetragen. Dann muss man zwei bis drei Minuten warten, bis der Speichel eingetrocknet ist. Jetzt wird das Plättchen mit dem trockenen Speichel in das kleine Computermikroskop eingeschoben. Danach schaut man durch die Lupe: Zeigt der Speichel eine getupfte, punktförmige Struktur, dann befindet sich der Zyklus in einer unfruchtbaren Phase. Ist die Struktur des Speichels jedoch adernförmig, zeigt feine Fäden und erinnert an ein Farnblatt, dann befindet sich die Frau in ihrer fruchtbaren Phase. Diese Farnstruktur ist nur drei bis vier Tage vor und zwei bis drei Tage nach dem Eisprung erkennbar.
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