Wie überprüfe ich die Richtigkeit meines Steuerbescheids?
Redaktion waswiewo
Ungenauigkeiten im Steuerbescheid zu erkennen kann Ihnen im Zweifelsfall einen unerwarteten Geldsegen in Form einer Rückzahlung bescheren. Um Einspruch beim Finanzamt erheben zu können, sollten Sie sich nach dem Eintreffen des Bescheids die Zeit nehmen, die gesamten Angaben zu überprüfen. Als erstes sind die reinen Formalitäten wie Name, Adresse, Bankverbindung und die Steuernummer zu überprüfen. Danach sollten Sie sicher gehen, dass das Finanzamt bei der Berechnung Ihrer Steuern die richtige Steuertabelle verwendet hat. Ist man dort darauf eingegangen, dass Sie jetzt verheiratet sind, oder dass Sie seit März ein Kind haben? Stimmen die Angaben über Ihr Gehalt, die Mieteinnahmen oder das erhaltene Krankengeld mit den Daten aus Ihrer Steuererklärung hundertprozentig überein? Widmen Sie sich dann der Feststellung der außergewöhnlichen Belastungen. Ermitteln Sie, ob das Finanzamt bei der Besteuerung die Sonderausgaben in Ihrer Firma beachtet hat (z.B. neue Software oder erhöhte Werbekosten). Wenn diese Dinge alle mit den von Ihnen gemachten Angaben übereinstimmen, sollten Sie auf die Berücksichtigung Ihrer Freibeträge achten: hierzu zählen Freibeträge für Kinder, Alleinerziehende, Behinderte und für Menschen in Ausbildung. Sind bei Ihrer Besteuerung schon im Gehalt gezahlte Steuern beachtet worden und hat man im Finanzamt auf Ihre Zinseinnahmen geachtet? Wenn größere Abweichungen von Ihrer Steuererklärung auftreten, sollten diese in einem Anhang ausführlich und plausibel begründet werden. Wenn Ihre 〈berprüfung in irgendeinem Punkt Ungenauigkeiten aufweist, dann sollten Sie sich umgehend mit dem Finanzamt in Verbindung setzen. Vielleicht haben Sie ja Glück und Sie können durch diese nachträgliche Abrechnungsprüfung viel Geld retten.
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