Was bedeutet das Stirnmal der Inderinnen?
Redaktion waswiewo
Der rote Punkt, der heute noch oft auf der Stirn vieler Inderinnen zu sehen ist, wird Tilaka oder auch Tschitraka genannt und signalisiert die Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft der Hindus. Ursprünglich tupften Tempelbrahmanen den Gläubigen einen Punkt aus gefärbtem Reispuder auf die Stirnmitte, nachdem diese den Göttern ein Opfer gebracht hatten. Das Stirnmal war ein Zeichen dafür, dass die Götter das Opfer angenommen hatten. Man wählte die Stirnmitte als Platz für das Tilaka, da dies der Sitz des Stirnchakras ist. Von diesem Ritual übrig geblieben ist nur noch das Stirnmal, das heute sogar als Aufkleber maschinell produziert und meistens nur noch aus modischen Gründen getragen wird. Daher gibt es die Stirnmale heute auch in den verschiedensten Farben und Formen. Hergestellt werden sie übrigens aus den Grundfarbstoffen Sinura, einem zinnoberroten Mineralstaub aus dem Himalaya, Kurkuma (Gelbwurz) und Sandelpuder.
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