Wie entstand das Telemarken?
Redaktion waswiewo
Das Telemarken gilt als die Urform des heutigen Alpinskilauf. Erfunden wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts von Sondre A.Norheim in der norwegischen Provinz Telemarken. Seinen Namen hat es seit 1888, wo es bei einem Skiwettbewerb in Norwegen vom Christiania-Stil (Parallelschwung) unterschieden werden sollte. In Mitteleuropa verschwand diese Art des Skifahrens ziemlich schnell wieder. In den USA, Australien und Norwegen blieb die Begeisterung für die elegante, aber auch anstrengende Abfahrtsweise erhalten und konnte immer mehr Anhänger gewinnen. In den siebziger und achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts schwappte die Welle der Telemark-Begeisterung wieder in unsere Breitengrade über und so kann man heute wieder einige Telemärkler auf den mitteleuropäischen Pisten sehen. Denn mit dieser, rund 100 Jahre alten Skiform kann man präparierte Pisten, Buckelpisten, Touren und steile Hänge gleichermaßen gut meistern. Die Freeheel-Bindung, die ähnlich der Langlaufbindung der Ferse vertikale Bewegungsfreiheit gibt, ist das wichtigste Merkmal des Telemarkski. Dadurch kann der Skifahrer mit Umsteigeschwung einen Berg praktisch im Gleitschritt abwärts rutschen. Was sehr schön aussieht ist aber mit viel Kraft und Gleichgewichtsvermögen verbunden, was sicher ein Grund war, warum sich der Parallelschwung besser durchgesetzt hat. Was der nostalgischen Begeisterung für das Telemarken jedoch keinen Abbruch tut.
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