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Was ist ein Weltkulturerbe?

Redaktion waswiewo

Die UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organisation) betreibt ein Projekt, das sich Weltkulturerbe (World Heritage) nennt. Ziel dieses Projekts ist es, Kultur- und Naturgüter in der Welt zu schützen und für spätere Generationen zu erhalten. Die UNESCO will mit dieser Einrichtung aber nicht nur den dauerhaften Erhalt wichtiger Naturgebiete oder Denkmäler sichern, sondern auch eine Plattform für den Dialog zwischen den Völkern schaffen.
Das Komitee, das sich um das Weltkulturerbe kümmert, wurde 1972 gegründet und hat inzwischen eine Liste von 690 Stätten in 122 Ländern, die es zu beschützen gilt.
Welche Kriterien muss ein Gebäude, eine Landschaft oder sogar ein Stadtensemble erfüllen, um Weltkulturerbe zu sein? Die Maßstäbe, die an ein vorgeschlagenes Objekt angelegt werden, heißen: Einzigartigkeit und Authentizität (bei Kulturdenkmälern) und Integrität (bei Naturdenkmälern).
Das "World-Heritage"-Komitee, das sich aus Vertretern einiger Mitgliedsstaaten zusammensetzt, trifft sich einmal im Jahr, diskutiert die eingereichten Anträge der einzelnen Länder und entscheidet über die Auszeichnung der einzelnen Stätten. Auch über die schon bestehenden Kultur- und Naturdenkmäler muss immer wieder gesprochen werden. Manchmal brauchen die Länder finanzielle Unterstützung, um ein Denkmal in Stand halten zu können oder ein Denkmal muss auf die "Rote Liste des Weltkulturerbes" gesetzt werden, da es von Krieg, Naturkatastrophen oder anderen Dingen bedroht wird.
Die Unterzeichnerstaaten sind verpflichtet, die Weltkulturerbstätten im eigenen Land zu schützen und zu pflegen. Eine Auszeichnung der UNESCO ist also eine Anerkennung, die aber gleichzeitig mit Arbeit und Ausgaben verbunden ist.
Deutsche Stätten des Weltkulturerbes sind u.a. der Aachener Dom, das Römische Amphitheater, der Dom und die Liebfrauenkirche in Trier, der Kölner Dom, das Bauhaus in Weimar und Dessau und das Industriedenkmal Bergwerk Rammelsberg bei Goslar.

   
   
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