Wieso stinkt ein Stinktier?
Redaktion waswiewo
Schon beim Gedanken an die schwarz-weiß gestreiften Tierchen rümpfen die meisten Menschen die Nase. Dabei ist das Stinktier um einiges harmloser als sein Ruf. Stinktiere stinken nämlich nicht grundsätzlich, sondern nur, wenn sie Angst haben oder in Gefahr sind. Stinktiere können ihre abschreckende Flüssigkeit auf eine Entfernung bis zu vier Metern zielgenau verspritzen und damit fast jeden Gegner in die Flucht schlagen. Der dem Sekret anhaftende Geruch erinnert an eine Mischung aus hochkonzentrierter Schwefelsäure und Knoblauch. Verantwortlich für das Versprühen des üblen Geruchs sind die Analdrüsen des Tiers, die links und rechts des Afters liegen. Die Drüse ist von einem so genannten Hohlmuskel umgeben, der durch sein Zusammenziehen das Versprühen des Sekrets auslöst. Die chemische Zusammensetzung des Sekrets ist bisher noch nicht 100%ig bekannt, wahrscheinlich handelt es sich aber um Merkaptane, die einen hohen Histamingehalt aufweisen. Obwohl die Stinktiere Ihre "Geheimwaffe" nur in Notfällen und zur Verteidigung benutzen, entfernt man die Analdrüsen bei Tieren, die im Zoo gehalten werden. Aber nicht nur diese müssen ihr übriges Leben ohne ihre Drüsen fristen, auch bei Haus-Stinktieren, die in Amerika als Haustiere bei vielen Familien Hund und Katze den Rang streitig machen, ist die Operation Usus.
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