Warum bringen manche Wolken Hagel?
Redaktion waswiewo
In starken Schauern oder Gewittern kommt es von Mai bis Anfang September manchmal zu Hagelschlag. Das sind vereiste Tropfen von 5 bis über 50 Millimetern Durchmesser, in schlimmen Fällen taubenei- oder tennisballgroß. Sie entstehen in den vertikalen Windschächten des Wolkenkerns, wo Windgeschwindigkeiten bis über 100 Stundenkilometer herrschen! Hier werden auch schwerere Gewichte mühelos entgegen der Erdanziehungskraft nach oben getragen, seitlich "ausgespuckt" und in der Nähe der Wolkenbasis wie von einem riesigen Staubsauger wieder hereingeholt. Auf diese Weise lagern sich in mehreren Kreisläufen immer neue Kondenswasserschichten an, gefrieren und formen regelrechte Eiskugeln oder -brocken. Erst wenn ihr Eigengewicht zu groß wird oder der Sogwind ins Wolkeninnere und nach oben nachlässt, fallen die Hagelkörner zu Boden. Mit Hilfe des Wetterradars, der Strahlen der Wellenlängen von 3 bis 10 Zentimeter aussendet, können auf den Bildschirm Hagelwolken sichtbar gemacht werden. Die an den flüssigen und festen Niederschlagsteilchen reflektierten Strahlen-"Echos" zeigen Ausmaß, Zugrichtung und Intensität von aufziehenden Unwettern an. Mit bloßem Auge sind aber hagelträchtige Wolken auch recht gut zu erkennen. Meist bildet sich innerhalb der dunkelgrauen Wolkenfront eine Zone mit etwas hellerem, gelblich-grünen Farbton. Man könnte vermuten, dort wäre die Gefahr eher geringer, als in den dunklen Partien. Aber es ist fatalerweise genau umgekehrt!
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