Warum sind afrikanische Vulkanseen so gefährlich?
Redaktion waswiewo
Im Hochland von Kamerun liegt eine etwa 100 Kilometer lange Kette von Vulkanen, die seit langem als erloschen gelten. Viele der Krater sind mit Wasser gefüllt und zu idyllischen Seen geworden. Solche Vulkanseen gibt es auch bei uns in Deutschland, etwa in der Eifel. Unter tropischen Bedingungen aber können solche Vulkanseen sich zu gefährlichen biologischen Zeitbomben entwickeln. Im August 1986 starben in der Nähe des Nios-Sees in Nordwestkamerun an einem einzigen Tag mehr als 1700 Menschen sowie sämtliche dort lebenden Tiere unter geheimnisvollen Umständen. Erst eine wissenschaftliche Untersuchung brachte die Ursache des Massensterbens an den Tag. Die Bewohner waren an einem tödlichen Gas erstickt, das explosionsartig vom Grund des Vulkansees an die Oberfläche gestiegen war. In tropischen Seen findet wegen der gleichmäßigen Temperaturen praktisch kein Wasseraustausch statt, sondern es bilden sich voneinander abgegrenzte Wasserschichten heraus. Das tödliche Gas hatte sich – möglicherweise über Jahre hin – am Grund des Sees angesammelt, bis der Druck so groß wurde, dass es zur tödlichen Eruption kam.
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