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Was bedeuten die Windstärken?

Redaktion waswiewo

Wenn man als Laie bei einer windigen Wetterlage vor die Tür geht, hat man oft einen ganz persönlichen und subjektiven Eindruck über die herrschende Windstärke. Aus Radio- und Fernsehvorhersagen oder von Seglern und Surfern erfährt man dagegen oft von genau bezifferten Windstärken, beschrieben nach der so genannten Beaufort-Skala. Gemessen wurde und wird die Windstärke am raffiniertesten durch ein Schalenkreuz mit Halbkugeln, die je nach Windstärke eine bestimmte Drehgeschwindigkeit verursachen. Hierbei sieht man die Krafteinwirkung des Windes auf Gegenstände, was eben zu einer Skala der am Meer, im Binnenland oder im Gebirge sichtbaren Windeinwirkungen geführt hat. Diese Skala reicht von Windstärke null, also Windstille, bei der Rauch gerade aufsteigt und die See
spiegelglatt ist, bis zu Windstärke 12, also Orkan. Dazwischen gibt es alle Abstufungen mit typischen Kennzeichen in der Natur, deren Einprägung einem bei Wanderungen, Touren oder auf See viel helfen kann. Die Windstärken werden meist in Geschwindigkeitsbereichen von m/sec oder km/Stunde angegeben. Herrscht zum Beispiel schwacher Wind, ist das etwa Windstärke 3, erkennbar an sich leicht bewegenden Bäumen und Zweigen oder am Meer durch Wellenkämme, die zu brechen beginnen und glasigen Schaum bilden. Starker Wind hat etwa Windstärke 6, also um 45 Stundenkilometer, bewegt große Baumäste, pfeift in Freilandleitungen, an Hütten oder entlaubten Bäumen. Am Meer brechen Wellenkämme und es bleiben größere Schaumflecken zurück - das pure Vergnügen für erprobtere Segler und Surfer! Erreicht der Wind volle Sturmstärke 9, also um 80 Stundenkilometer, brechen Äste, muss mit kleineren Schäden an Häusern und Berghütten gerechnet werden, teils werden Rauchkappen oder Dachziegel fortgerissen. Am Meer gibt es hohe Wellen, dichte Schaumstreifen - das "Rollen" der See beginnt.
Ab Windstärke 12 herrscht Orkan dann bläst der Wind mit 120 Stundenkilometern und mehr, Verwüstungen sind möglich, im Hochgebirge droht höchste Gefahr und die See ist weiß, die Luft voller Gischt und Schaum mit nur noch geringer Sicht. Mittlerweile gibt es durch gewisse Klimaveränderungen nicht nur in tropischen Wirbelstürmen oder im Hochgebirge auch Windstärken von 13 bis 17, also teils über 200 Stundenkilometer. Diesem Druck hält auch die stärkste Eiche nicht mehr Stand. 〈brigens: Versicherungen zahlen gemeldete Sturmschäden ab Windstärke 8, also ab mindestens 62 Stundenkilometern.

   
   
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