Wie bemerkt man eine Schilddrüsenerkrankung?
Redaktion waswiewo
Eine Schilddrüsenerkrankung gehört zu den Krankheiten, die sich meist unbemerkt in den Körper schleichen und häufig nicht erkannt werden. Man schätzt, dass mittlerweile ca. 15 Millionen Menschen in der Bundesrepublik an einer 〈ber- oder Unterfunktion der Schilddrüse leiden. Anzeichen für eine 〈berfunktion sind Nervosität, Gewichtsverlust, Herzklopfen, Haarausfall oder starkes Schwitzen. Die Schilddrüse produziert Hormone, die für Herztätigkeit und Körpertemperatur verantwortlich sind und den Abbau von Fetten und Glykogen beschleunigen. Bei einer 〈berfunktion werden zu viele dieser Hormone produziert, die Stoffwechselvorgänge laufen zu schnell ab und führen unter anderem zu einer Gewichtsabnahme. Ursache dafür kann Jodmangel sein. Die Schilddrüse muss trotz Jodmangels genug Hormone produzieren und vergrößert sich dazu, was eine Kropfbildung hervorruft. Bei der umgekehrten Variante, der Schilddrüsenunterfunktion, produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, was sich durch Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme, einen langsamen Puls oder Müdigkeit bemerkbar macht. Langfristig kann eine Unterfunktion Osteoporose, Depressionen und sogar Unfruchtbarkeit auslösen. Mit einer einfachen Blutuntersuchung können Sie feststellen, ob bei Ihnen eine Schilddrüsenfehlfunktion vorliegt. Eine 〈berfunktion wird meist mit einer "Radiojodbehandlung" kuriert. Bei einer Unterfunktion des Organs werden synthetische Schilddrüsenhormone verabreicht, die den Hormonhaushalt wieder normalisieren.
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