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Was ist ein echter "Dresdner Christstollen"?

Redaktion waswiewo

Die Tradition des Christstollens wird in Dresden schon seit 1530 gepflegt, daher bezeichnen die Dresdner auch nur Stollen mit ganz bestimmten Zutaten als "echten Dresdner Christstollen". Der "wahre" Dresdner Christstollen besteht aus Weizenmehl 405 oder 550, Backhefe, Vollmilch oder Vollmilchpulver, Kristallzucker, Frischbutter bzw. Butterschmalz, Dickzuckerfrüchten, Zitronat, Orangeat, Sultaninen, süßen oder Bittermandeln bzw. Marzipanrohmasse, Zitronenschalenpaste, Speisesalz, Puderzucker, Stollengewürz und Spirituosen. Neben den richtigen Zutaten ist auch das Mengenverhältnis zum Mehl wichtig. Auf 100% Mehl bezogen müssen 50% Frischbutter oder Butterschmalz, 55% Sultaninen, 15% Dickzuckerfrüchte und Zitronat und 10 % Mandeln enthalten sein. Allerdings kam die originale Rezeptur damals noch völlig ohne Butter aus, da vor Weihnachten immer Adventsfasten angesagt war. Zum Ersatz wurde einfach Öl genommen. Erst ab 1650 durfte man Butter verwenden, da in diesem Jahr Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder den Papst um einen Erlass des Butterverbots baten. Der Papst war gnädig und lenkte, nicht ohne Hintergedanken, schließlich ein. Denn wer nun statt Öl Butter zu dem Stollenteig dazu gab, musste immer ein kleines Bußgeld bezahlen, mit dem dann der Bau des Freiberger Doms finanziert wurde.

   
   
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