Wie entstand Langnese?
Redaktion waswiewo
Langnese steht bereits seit über 65 Jahren mit den verschiedensten Stieleiskreationen an der Spitze des Speiseeisbergs. 1935 kam der Hamburger Josef Seyfert auf die Idee, Eis nicht mehr wie bisher in Tüten oder Waffelhörnchen zu verkaufen, sondern es praktischerweise an Stiele zu kleben. Den Namen "Langnese" hatte er zuvor dem Honighersteller V. E. H. abgekauft. Ursprünglich stammt er aber von einem Bisquithersteller, der sein Reklameschild mit einem kleinen Mädchen verzierte, das dem Betrachter eine lange Nase oder eben eine "Lang Nese" zeigte. Seyfert eröffnete einen kleinen Eiscreme-Laden und seine erste Saison war ein großer Erfolg. Danach wurde der Eishandel für Seyfert durch die Einschränkungen des Hitler-Regimes schwieriger. 1936/37 stieg der Lebensmittel-Riese Unilever mit in das Stieleisgeschäft ein und kaufte Seyfert für 50.000 Pfund den Firmennamen Langnese ab. Nach dem Krieg und auch noch in den 50er Jahren galt Speiseeis als Luxusartikel. Für jedermann erwerblich wurde es schließlich ab 1960 mit dem Bau eines riesigen Langnesewerks in Heppenheim. Dort lief am 28. April die erste Ladung Vanille-Eiscreme vom Band. Zu den berühmtesten Langnese-Kreationen wurden der "Domino"-Happen, das "Capri" Eis, der "Nogger" und der "Flutschfinger", der mittlerweile aber ganz vom Markt genommen wurde. 〈brigens hat sich der Eis-Multi inzwischen über die ganze Welt verbreitet und ist unter insgesamt 19 verschiedenen Namen, darunter "Wall's", "Algida", "Frigo" und "Good Humor", auf allen Kontinenten bekannt.
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