Wie entstehen Eisregen und Hagelkörner?
Redaktion waswiewo
Manchmal verwandeln sich die Straßen im Winter in regelrechte Eisbahnen. Zentimeter dick liegt die Eis- oder Hagelkörnerschicht auf den Straßen, auf den Bäumen und Strommasten und verwandelt die Winterwelt in ein gefährliches Chaos. Die Erklärung für Eisregen und Hagelkörner ist ganz einfach: Im Winter, wenn es lange Zeit sehr kalt ist und Dauerfrost herrscht, liegt die Temperatur des Bodens unter Null Grad. Die kalte Luft, die sich im Laufe des Winters angesammelt hat schichtet sich in den ersten 1000 Metern über der Erde auf. Darüber schiebt sich manchmal in ca. 1000-1600 Metern Höhe von Westen her das erste Tauwetter. Auf diese Art entsteht eine warme Zone oben und eine kalte Schicht unten. Schneit eine Schneewolke genau an dieser Stelle ab, kommen die Schneeflocken zuerst durch die warme Schicht, schmelzen dort und werden zu Regen. Dieser kommt auf dem noch gefrorenen Boden an (denn unten herrschen wegen der Kaltluftschichtung ja noch eisige Temperaturen) und wird in Sekundenschnelle in Eis umgewandelt. So kann, wo immer der Regen auftrifft, ganz schnell eine spiegelglatte Eisfläche entstehen. Eiskörner oder auch Hagelkörner sind Regentropfen, die ein paar Hundert Meter über dem Boden, in der kalten Luftschicht, einfrieren. Sie sind also Eisregen, der nicht erst auf der Erde, sondern schon kurz davor zu Eiskristallen erstarrt. Die Wetterlage, die Hagel und Eisregen hervorbringen kann, nennt man in der Fachsprache "Inversionswetterlage". Das heißt, die warme und die kalte Zone haben sich entgegen der normalen Schichtung angeordnet.
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