Wie entstehen Perlen?
Redaktion waswiewo
"Tränen der Götter" hat man die Perlen noch bis in die Neuzeit hinein genannt, weil man überzeugt war, die zarten Gebilde aus Perlmutt entstünden durch herabfallenden Tau- oder Tränentropfen. Die Wirklichkeit ist wesentlich prosaischer. Perlen bilden sich, wenn winzige Fremdkörper in Schalenweichtiere wie Austern oder Meeresschnecken eindringen. Die Muschel versucht den Eindringling unschädlich zu machen, indem sie ihn mit vielen Schichten von Calciumcarbonat (Aragonit) – das sie selbst bildet – umhüllt. Ganz nebenbei entsteht dabei ein Kunstwerk der Natur, das die Menschen schon immer hoch geschätzt haben. Die schönsten Perlen werden von Meeresperlmuscheln gebildet. Auch manche Süßwasser-Perlmuscheln, die in kalten Fließgewässern leben, produzieren kleine Perlen. Schon früh hat man versucht, Muscheln künstlich zur Bildung von Perlen anzuregen. 1893 gelang es dem Japaner Kokichi Mikimoto erstmals, erfolgreich Perlen zu züchten.
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