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Wie feiert man in Mexiko Weihnachten?

Redaktion waswiewo

Für uns Mitteleuropäer ist ein Weihnachten in Hitze und Trockenheit eine merkwürdige Sache. In Mexiko ist Weihnachten als Feiertag aber genauso wichtig wie bei uns und so gibt es auch dort viele typische Bräuche und Traditionen. Die drei schönsten Bräuche sind das Radieschen-Fest in Oaxaca, die "Psadas" und die "Pinatas".
Das Radieschen-Fest wird immer am 23. Dezember gefeiert. Es erinnert an die Radieschen, die die spanischen Kolonialherren Mitte des 18. Jahrhunderts in Mexiko eingeführt haben und die zu einem wichtigen Nahrungsmittel geworden sind. Heute hat das mexikanische Radieschen fast nichts mehr mit seinem kleinen, scharfen Vorfahren gemeinsam. Die Radieschen sind jetzt kartoffelgroß und wachsen, bedingt durch den steinigen Boden, in den tollsten Formen. Diese unterschiedlichen Formen regten die Mexikaner an, Krippenfiguren aus dem Gemüse zu formen. Deshalb ist es heute Tradition, während der Adventszeit Maria, Josef und die anderen Krippenfiguren aus Radieschen zu schnitzen und die schönsten Werke am 23. Dezember abends zu prämieren, bevor die "Nacht der Radieschen" von einem großen Feuerwerk erleuchtet wird.
Bei den "Psadas" verkleiden sich die Menschen bunt und spielen in großen Straßenumzügen Marias und Josefs Herbergssuche nach.
Der bei den Kindern beliebteste Brauch ist der der "Pinatas". Es handelt sich dabei um neun selbst gemachte Behältnisse, die nach der Weihnachtsmesse von der Kirchendecke herabgelassen werden. Diese Behältnisse sind mit Süßigkeiten und Früchten gefüllt. Jeder Anwesende in der Kirche darf mit verbundenen Augen einen Stock zu den "Pinatas" hinauf werfen und versuchen, diese zu zerschlagen. Dabei hat jeder nur drei Versuche. Gelingt es ihm, darf er den Inhalt, der herabfällt, essen. Traditionell darf das jüngste Kind als Erstes werfen, und der älteste Kirchgänger als Letzter.

   
   
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