Wie feiert man Weihnachten in Frankreich?
Redaktion waswiewo
Der französische Weihnachtsmann heißt Pere Noel. Wie in Amerika und England kommt er durch den Kamin und füllt die dort aufgestellten Schuhe mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten. Ein weniger gern gesehener Gast ist wie in Deutschland auch Knecht Ruprecht, der in Frankreich Pere Fouettard heißt. Im nördlichen Frankreich werden die Geschenke schon häufig am 6. Dezember statt am 24. verteilt. Der Heilige Abend ist zunächst ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag. Am Abend wird dann das Weihnachtsfest mit einem langen Essen und mit Musik und Tanz gefeiert. Diese Feiern finden häufig nicht zu Hause, sondern in Restaurants statt. Um die Weihnachtsstimmung noch anzuheben, werden alle Zimmer von der ganzen Familie sehr festlich dekoriert. Man schmückt die Räume mit selbstgemachten Basteleien, Früchten und Blumen. Auch der Weihnachtsbaum ist für das Weihnachtsfest sehr wichtig. In Frankreich wird er meistens mit Süßigkeiten, Spielwaren oder Früchten geschmückt. Am 1. Weihnachtsfeiertag wird traditionell Gänseleber, "Foie Gras", gegessen. Zum Nachtisch gibt es ein "Buche de Noel", einen Buttercremekuchen in der Form eines Baumstamms. Diese Tradition stammt noch aus den ländlichen Gebieten, wo früher jeder Gast einen echten Baumstamm zur Feier mitbrachte, um das Haus zu heizen. Im Elsaß feiert man das Weihnachtsfest allerdings etwas anders. Hier besucht das Christkind die Kinder und der Weihnachtsmann kommt eher selten als Geschenkeüberbringer. Das Christkind ist weiß gekleidet, hat eine Krone mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und erscheint immer in Begleitung des furchterregenden Hans Trapp. Er trägt zottelige Felle und hat ein vom Ruß schwarz gefärbtes Gesicht. Er ist ein roher Geselle, der wild mit der Rute fuchtelnd den unartigen Kindern Hiebe androht. Das Christkind hält ihn aber davon ab und beschützt auch die weniger braven Kinder.
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