Warum sind künstliche Stauseen so gefährlich?
Redaktion waswiewo
Inzwischen gibt es fast überall auf der Welt künstlich errichtete Stauseen. Immer wieder werden ganze Ebenen geflutet, um ein großes Trinkwasserreservoir anzulegen oder auch um, etwa in Berggebieten, elektrischen Strom aus der Wasserkraft zu gewinnen. Heute weiß man, dass sich durch künstlich angelegte Binnenseen nicht nur das lokale Klima verändert. Bedenklich ist auch, dass die Wassermassen große Mengen an Insekten anlocken, so dass die Stauseen wahre Brutstätten für gefährliche Infektionskrankheiten werden. Gefahren drohen auch aus dem Untergrund der Seen, z.B. wenn sie auf instabilem Gelände errichtet werden. Dann kommt es immer wieder zu verheerenden Dammbrüchen, die viele Menschenleben kosten. In China soll der drittlängste Fluss der Erde, der Jangtsekiang, im Bereich der legendären drei Schluchten durch eine gigantische Staumauer von zwei Kilometern Länge und 185 Metern Höhe gebändigt werden. Geologen kritisieren, dass die Staumauer in einem erdbebengefährdeten Gebiet errichtet wird.
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