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Wie lebt eine "Demeter-Kuh"?

Redaktion waswiewo

Die vertraglich Erlaubnis, eine Kuh als Demeter-Kuh zu bezeichnen, erfordert vom Bauern eine artgerechte und liebevolle Tierhaltung, die sich in vielerlei Hinsicht von der Massentierhaltung abhebt.
Im Gegensatz zu normalen Milch- und Mastbauernhöfen dürfen die Kühe bei einem Demeter-Bauern nicht das ganze Jahr über angebunden sein. Die Kühe müssen im Sommerhalbjahr auf die Weide gehen können oder, wenn das aus Weideplatzmangel nicht machbar ist, zumindest einen Auslauf haben, in dem sie sich das ganze Jahr aufhalten können. Im Stall muss genügend Raum sein, damit die Tiere ihr normales Sozialverhalten ausüben können. Deshalb auch die Regel, dass eine trächtigen Demeter-Kuh in Bewegung kalben können muss, ihrem natürlichen Verhalten entsprechend.
Die Kälber dürfen nicht in Einzelverschlägen großgezogen werden, da die Jungtiere möglichst früh das Sozialverhalten der Kühe erlernen sollen. Deshalb muss der Nachwuchs spätestens ab der 6. Woche in einer Gruppe von Gleichaltrigen stehen. Wenn es in der Herde keine gleichaltrigen Tiere gibt, kommt das Kalb zu den ausgewachsenen Tieren. Die Rinder dürfen nicht, wie sonst üblich auf Vollspaltböden gehalten werden. Stattdessen steht jede Demeter-Kuh auf Einstreu. Diese Stallbodenqualität kommt den natürlichen Gewohnheiten der Rinder wenigstens ein Stück näher.
Das Enthornen der Nachzucht ist bei einer Demeter-Herde nicht erlaubt. Denn die unterzeichnenden Bauern gehen davon aus, dass das Abnehmen der Hörner die Kuh in ihrem Wesen beeinträchtigt und dass es den Aufbau ihrer Lebensgeister negativ beeinflusst.
Wenn man diese Bestimmungen hört, die wirklich nicht übertrieben klingen, fragt man sich, wie wohl eine ganz normale Mast- oder Milchkuh leben muss.

   
   
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