Wie mache ich mich bei meinen Nachbarn unbeliebt?
Redaktion waswiewo
Wer gerade neu einzieht, hat gute Möglichkeiten, sich gleich am Anfang unbeliebt zu machen. Verlegen Sie einfach alle handwerklichen Arbeiten wie Sägen, Hämmern und Bohren auf den Sonntag oder unter der Woche auf die Feierabendstunden. Die Hausmitbewohner werden verstehen, dass Sie sich Ihr neues Zuhause möglichst schnell einrichten wollen, aber so ein bisschen anecken werden Sie sicher. Wenn Sie dann einmal eingezogen sind, schmeißen Sie nach einer legendären (und sehr lauten) Einzugsparty am besten jeden Samstag ein rauschendes Fest. Laden Sie aber bitte keine Hausbewohner ein und warnen Sie auch nicht vor. Regen Sie Ihre Gäste an, die Party im Treppenhaus weiterzufeiern. Sie werden erstaunt sein wie gut es in so einem Treppenhaus hallt. Den Hausflur können Sie auch als Zwischenlager für Gerümpel nutzen. Zwischenlager insofern, als dass sich spätestens nach ein paar Wochen entweder ein genervter Nachbar dem Müll annimmt oder der Hausmeister den Schrott wegräumt. Der legt die Aufräumarbeiten natürlich auf die Betriebskosten um (für alle!). Wenn Sie einmal nicht da sind, sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass Ihre Nachbarn Sie nicht vergessen. Stellen Sie Ihren Radiowecker auf 6:00 Uhr morgens und drehen Sie auf volle Lautstärke. Sie können sicher sein, dass Ihre Nachbarn während Ihrer Abwesenheit mit der Frage beschäftigt sein werden, ob Sie Ihre Tür aufbrechen sollen. Und man wird auf alle Fälle an Sie denken. Eine Frage noch: Wollten Sie nicht schon immer mal mit dem Geige spielen anfangen? In Ihrer hellhörigen Wohnung wäre der richtige Zeitpunkt gekommen, dieses Projekt endlich anzugehen. Rechnen Sie aber immer auch mit einem Besuch der Polizei, denn bei der Sensibilität, mit der Sie auf den Nerven Ihrer Nachbarn herumtrampeln, sollte sich doch irgendwann ein wackerer Zeitgenosse finden, der versucht, sich an Ihnen zu rächen.
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