Was machen Eichhörnchen im Winter?
Redaktion waswiewo
Eichhörnchen bereiten sich den Herbst über auf die karge Jahreszeit vor und sammeln etwa 10.000 Eicheln, Nüsse und Tannenzapfen, damit sie den Winter über genügend zu fressen haben. Für die angehäuften Vorräte graben sie kleine Löcher und legen die Nahrung hinein. Danach scharren sie die Löcher zu, und klopfen die Erde anschließend wieder fest. Viele der Verstecke finden die Eichhörnchen nie wieder, aber die, die sie finden markieren sie nach deren Entleerung mit einem Duft, so dass sie an dieser Stelle später nicht noch einmal vergeblich suchen. Kein Eichhörnchen schafft es, alle Futterlager leer zu fressen. Denn obwohl die kleinen Tiere keinen Winterschlaf halten, können sie im Winter ihren Energieverbrauch so drosseln, dass sie nur noch sehr wenig zum Essen brauchen. Sie verkriechen sich nämlich bei schlechter Witterung in ihre Kobel (so werden ihre Nester genannt) und schlafen dort bis zu 22 Stunden. Sie verringern ihren Energieverbrauch also nicht durch das Absenken der Körpertemperatur oder das Verlangsamen des Herzschlages, wie das bei Winterschläfern der Fall ist, sondern nur dadurch, dass sie sich praktisch nicht bewegen. So kann das Eichhörnchen an kalten Tagen völlig aus unserem Blickfeld verschwinden, da es nur für wenige Stunden "auf Achse" ist und den Rest der Zeit die Energiereserven schont, indem es im Nest bleibt. Die Annahme, dass sich ganze Eichhörnchenfamilien zusammen in ein Nest kuscheln, ist falsch. Eichhörnchen sind ihr Leben lang Einzelgänger, und nur zur Paarungszeit geben sie ihr Singledasein für ein paar Monate auf. So führen sie - aus menschlicher Sicht - im Winter ein sehr ruhiges und einsames Leben zwischen Bett und Nahrungslager.
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