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Was sind Pheromone?

Redaktion waswiewo

Eigentlich müsste es "Liebe auf den ersten Riecher" und nicht "Liebe auf den ersten Blick" heißen. Denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Mensch bei der Partnerwahl nicht halb so intensiv auf optische Reize reagiert wie bisher angenommen.
Nicht das Auge entscheidet also, wen wir mögen oder nicht, sondern das Riechorgan VNO (Vomeronasales Organ), das in der Nase sitzt. Dieses ca. 1 cm lange Organ nimmt die Botenstoffe des anderen Geschlechts auf und durch eine direkte Nervenbahn gelangen die Lockstoffe zum Gehirn. Dort werden sie in Tausendsteln von Sekunden verarbeitet und führen zu messbaren Reaktionen.
Die Botenstoffe, die jeder Mensch unbewusst an das andere Geschlecht versendet, heißen Pheromone. Das Wort "Pheromon" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Träger von Erregung". Die Wirkung der Sexual-Lockstoffe, wie man die Pheromone in der Fachsprache auch nennt, sind in der Tierwelt schon lange nachgewiesen. Dort werden sie zum Beispiel in der Schädlingsbekämpfung in Form von Pheromonfallen verwendet oder als Anregung für Kühe und Stiere bei der Paarung. Tierische Pheromone, wie das Moschus werden schon seit langem in Parfums verwendet, um den Duft für das andere Geschlecht anziehender zu machen.
Das männliche Pheromon Androstenon findet sich vor allem im Achselsekret des Mannes. Frauen können das Androstenol nicht bewusst riechen, reagieren aber trotzdem in einer Zehntausendstel Sekunde auf den Lockstoff. Bei Frauen findet sich das Pheromon Copuline hauptsächlich im Vaginalsekret und wird kurz vor dem Eisprung vermehrt gebildet. Das macht vor allem aus der Sicht der Evolutionsforscher Sinn, denn der weibliche Lockstoff bedeutet den Männern unterbewusst, dass die Frau empfängnisbereit ist.
Inzwischen können die menschlichen Pheromone synthetisch hergestellt werden und finden sich auch schon in einigen Parfümkreationen wieder. Und diese werden dann auch ganz besonders gerne getragen, weil sich die Träger dadurch einer besonderen Ausstrahlung bewusst werden.

   
   
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