Wie sinnvoll ist ein Bankfachwirtstudium?
Zugegeben - es wird bei Bankkaufleuten heutzutage fast schon vorausgesetzt, dass man das Fachwirtstudium anschließend absolviert, und die meisten beugen sich diesem Druck, um dann ein halbes Jahr später festzustellen, dass man vielleicht doch für die Semesterprüfung hätte lernen sollen. In diesem Fall waren die Samstage bzw. die Abende in der Woche tatsächlich Zeitverschwendung. Geht man aber mit Eigenmotivation an diese Weiterbildungsmaßnahme heran und interessiert sich auch tatsächlich für die teilweise recht trockene Materie (z.B. Kosten- und Leistungsrechnung oder Recht können schon sehr ermüden!), dann profitiert man immens von den Studieninhalten. Sachverhalte der täglichen Berufspraxis eines Bankkaufmanns werden plötzlich wesentlich transparenter, denn hat man beispielsweise erst einmal die Grundsätze des Kreditwesengesetzes durchschaut, kann man die innerbetrieblichen Regelwerke und Grundsätze, die man bisher automatisch berücksichtigte, auch nachvollziehen. Man sollte jedoch von Anfang an "am Ball bleiben", sprich: die Studieninhalte auch nacharbeiten, dann steht man vor den jeweiligen Prüfungen nicht vor einem unüberwindbaren Berg an Lernstoff. Ein weiterer Tipp: alte Prüfungen bis zum Umfallen wiederholen - es lohnt sich, denn oft werden alte Aufgaben einfach übernommen. Und last but not least: das Fachwirtstudium lohnt sich natürlich auch, weil man sich automatisch für eine höhere Position qualifiziert. Und diese, so wissen wir alle, ist mit einem höheren Gehalt dotiert. Also: 2 Jahre, die sich wirklich lohnen können, wenn man das Studium nicht auf die leichte Schulter nimmt.
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